Im Februar 2022 haben über 40 Menschen aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, Glaubensgemeinschaften, Politik und Verwaltung in Spandau entschieden, sich zu einem breiten Bündnis für den gemeinsamen Einsatz für Demokratie, Toleranz, Respekt und Vielfalt zusammenzuschließen. Auch wir (der Fördererverein Heerstraße Nord) waren von Anfang an mit dabei.

In gemeinsamer Initiative wurde eine Präambel erarbeitet, die auf der Gründungsfeier des Netzwerks  Demokratie, Toleranz, Respekt und Vielfalt Spandau am 7. April offiziell im Gemeindesaal in Sankt Nikolai am Reformationsplatz unterzeichnet wurde. Damit fiel der offizielle Startschuss zum gemeinsamen Handeln im Bezirk.

Zur Gründungsfeier anwesend war auch unser Vorstandsvorsitzender Cord Hasselblatt. Somit waren wir gleich zweimal vertreten: Als Verein selbst und über die Teilnahme der AG Bunte Vielfalt, deren aktives Mitglied wir sind.

Gründung Demokratie-Netzwerk, Gründung Demokratie-Netzwerk

Fotograf: Benjamin Schneider © Bezirksamt Spandau

 

Präambel

Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, LGBTIQ*-Feindlichkeit und die Ablehnung demokratischer Prozesse und Institutionen sind Alltagsrealität geworden. Im Internet sehen sich Menschen Bedrohungen und Anfeindungen ausgesetzt (Hate Speech). Nicht jede und jeder kann in diesem Land und in unserer Nachbarschaft angstfrei leben, weil sie oder er einer Gruppe zugeordnet und abgewertet wird. Das ist für uns nicht hinnehmbar und findet unseren Widerspruch.

Wir sind

  • unterschiedliche Akteur:innen, Initiativen und Zusammenschlüsse aus Bezirks­politik, Zivilgesellschaft und Glaubensgemeinschaften, die sich gegen alle Formen von Rassismus, Diskriminierung, Menschen- und Demokratiefeindlichkeit einsetzen und für ein inklusives, friedliches und respektvolles Miteinander in Toleranz und Vielfalt einstehen.
  • in Sorge darüber, wie sich das gesellschaftliche Klima in unserem Land und auch in Spandau entwickelt hat. In aktuellen Debatten nehmen wir zunehmend eine verschärfte Rhetorik und Verächtlichmachung anderer Positionen wahr, wissenschaftliche Erkenntnisse werden geleugnet und Fakten bewusst verdreht.

Wir wenden uns gegen

  • jegliches diskriminierende, rechtspopulistische, rechtsextreme, rassistische, antisemitische und anderweitig menschenverachtende Gedankengut.
  • jede Form von Gewalt, Einschüchterung, Ausgrenzung und Sachbeschädigung.
  • Verschwörungserzählungen, die Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Verdrehung von Fakten.
  • falsche historische Analogien, die Diktaturen verharmlosen und das Leid ihrer Opfer relativieren.
  • die Verwendung oder Anpassung von Symbolen des Nationalsozialismus und des Holocaust und damit verbundene NS-Relativierung und Antisemitismus.
  • die Vereinnahmung der Symbolik der Proteste der friedlichen Revolution in der DDR („Montagsdemos“).
  • alle, die mutwillig die Gesundheit anderer durch ihr Verhalten gefährden.

Wir stehen ein

  • für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung als Garantie einer offenen Gesellschaft.
  • für ein diverses, interkulturelles und inklusives Miteinander in Respekt und Toleranz, weil wir in dieser Vielfalt eine Bereicherung sehen.
  • für das Recht aller Menschen im Bezirk zur selbstbestimmten Entfaltung ihrer Persönlichkeit und solidarischen Mitgestaltung des Gemeinwesens – unabhängig von ihrem Alter, religiösen Bekenntnis, ihrem kulturellen Hintergrund, ihrer geschlechtlichen Identität, sexuellen Orientierung oder sozialen Herkunft.
  • für das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, solange sie nicht die Würde von Menschen verletzt. Seine Meinung öffentlich äußern zu können gehört zum de­mo­kratischen Diskurs, dafür Widerspruch zu erhalten und auszuhalten aber auch.
  • für Gewaltfreiheit in der Auseinandersetzung – physisch und verbal. Allen Menschen kommt die gleiche unverletzliche Würde zu – auch jenen, deren Meinungen und Handlungen wir ablehnen.


Unterzeichner*innen

AG Bunte Vielfalt, AWO Kreisverband Spandau e.V., Begleitprogramm – „Learning by doing“, Beirat für Partizipation und Integration, Bezirksamt Spandau, Bündnis für Demokratie und Toleranz Kladow, Café Südwind für Geflüchtete, Die Linke Bezirksverband Spandau, Evangelischer Kirchenkreis Spandau, Fördererverein Heerstraße Nord e.V., Fraktion der Tierschutzpartei, Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V., Gesellschaft für Interkulturelle Zusammenarbeit gGmbH, HÎNBÛN, Islamische Gemeinde Spandau, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Spandau, Stiftung SPI, Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, OMAS GEGEN RECHTS. Berlin Stadteilgruppe Spandau, Register Spandau, SPD Spandau

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FÖV Verbund 

Individuelle Unterstützung im Alltag.

Als gemeinsames Versorgungsnetzwerk möchten wir Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes und aktives Leben im gewohnten Umfeld ermöglichen.

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